Wie montiert man einen Magneten?

Einen Neodym-Magneten montieren Sie mit Senkbohrung und Schraube, mit Zweikomponenten-Epoxidkleber, mit einer Klebeschicht oder in einem gefrästen Loch. Einen Topfmagneten mit Gewindebolzen oder Gewindebuchse schrauben Sie fest. Bohren oder sägen Sie nie in den Magneten selbst.

Von Team Magnetenspecialist
2 Min. Lesezeit


Kurze Antwort: Es gibt fünf Möglichkeiten: (1) einen Magneten mit Senkbohrung festschrauben, (2) mit Zweikomponenten-Epoxid- oder Konstruktionskleber verkleben, (3) einen selbstklebenden Magneten aufkleben, (4) einen Magneten in ein gefrästes oder gedrucktes Loch klemmen und (5) einen Topfmagneten mit Gewindebolzen, Gewindebuchse oder Bohrung festschrauben. Bohren oder sägen Sie nie selbst in einen Neodym-Magneten: Er bricht und verliert Kraft.

Welche Methode wählen Sie?

Methode Festigkeit der Befestigung Lösbar? Geeignet für
Senkbohrung + Schraube hoch ja Holz, Kunststoff, Metall; Schränke, Paneele
Topfmagnet mit Gewindebolzen/-buchse sehr hoch ja Maschinen, Schilder, Leuchten
Zweikomponenten-Epoxidkleber hoch nein Einbau in Holz, Stein, Metall
Selbstklebender Magnet niedrig bis mittel begrenzt Papier, Karton, leichte Platten, glatter Untergrund
Klemmen in einem Loch (Presspassung) mittel nein 3D-Drucke, Holz, Modellbau

Kleben: welcher Kleber?

  • Zweikomponenten-Epoxid (z. B. UHU Plus): die beste Wahl für Neodym in Holz, Metall und Stein. Entfetten Sie den Magneten zuerst mit Alkohol.
  • Polymer- oder Konstruktionskleber: bleibt leicht elastisch; gut bei Vibrationen und im Freien.
  • Sekundenkleber (Cyanacrylat): nur für kleine Magnete im Modellbau. Wird spröde und löst sich bei Stößen.
  • Heißkleber: nicht für starke Magnete. Der Magnet reißt sich los, und eine Heißklebepistole kann über 80 °C kommen.

Wichtig: Der Kleber muss stärker sein als der Magnet. Sonst reißt sich ein Magnet, der 5 kg hält, vom Kleber statt vom Stahl los. Erhitzen Sie aushärtenden Kleber nicht über 80 °C (siehe Magnet bei hohen Temperaturen).

Schrauben in eine Senkbohrung

  • Verwenden Sie eine Senkkopfschraube, die genau in die Senkbohrung passt.
  • Drehen Sie von Hand und nicht zu fest: Neodym ist spröde und kann reißen, wenn der Schraubenkopf zu stark drückt.
  • Verwenden Sie vorzugsweise Edelstahl- oder Messingschrauben. Eine Stahlschraube wird selbst magnetisch und zieht Schrauben und Bits an, funktioniert aber ansonsten gut.
  • Für einen Verschluss brauchen Sie einen Nord- und einen Südpolmagneten oder einen Magneten mit Stahl-Gegenplatte. Siehe Welchen Quadermagneten wählen Sie?

Einbauen in ein Loch

  • Bohren oder drucken Sie das Loch 0,1 – 0,2 mm größer als den Magneten und fixieren Sie ihn mit einem Tropfen Kleber.
  • Markieren Sie die Pole vor dem Einkleben, damit sich die Magnete später anziehen und nicht abstoßen.
  • Arbeiten Sie mit einem Magnetspender, um kleine Magnete einzeln abzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein Loch in einen Neodym-Magneten bohren?

Nicht selbst. Das Material ist hart und spröde, der Bohrstaub ist brennbar und durch die Wärme verliert der Magnet Kraft. Wählen Sie einen Magneten mit Loch oder einen Ringmagneten.

Hält die Klebeschicht so stark wie der Magnet?

Nein. Die Klebeschicht ist meist das schwächste Glied. Selbstklebende Magnete sind für leichte Arbeiten gedacht: Papier, Folie, Displays. Siehe Heizkörperfolie befestigen.

Darf ich einen Magneten schweißen oder löten?

Nein. Die Hitze entmagnetisiert den Magneten und beschädigt die Beschichtung.

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